Shengzhi Guo begeistert das Konzertpublikum in der Aula des Rivius-Gymnasiums

Konzert_2017

 

„Das“ Cellokonzert der Wiener Klassik, das Konzert D-Dur von Joseph Haydn, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Herbstkonzertes vom Kammerorchester Attendorn. Mit dem chinesischen Cellisten Shengzhi Guo hatte das Orchester wieder einmal einen herausragenden Solisten der jungen Generation gewinnen können, der durch seine sympathische Ausstrahlung, seine erkennbare Hingabe an die Musik und seine ungeheure Virtuosität sämtliche Herzen der Zuhörer im Sturm eroberte. Atemberaubend sein Spiel selbst in höchsten Lagen, gefühlvoll und zart, dann aber wieder kraftvoll in den schnellen Passagen des ersten Satzes, lyrisch- singend im wunderbaren Mittelsatz und tänzerisch leicht im Rondo zum Schluss – so spielte ein Meister seines Instruments und gab dem Kammerorchester Recht, dieses Konzert erstmalig an 2 aufeinander folgenden Tagen zu veranstalten.

Einem der größten und interessantesten Komponisten des 20. Jahrhunderts begegneten die Zuhörer nach der Pause, als das Kammerorchester mit Unterstützung mehrerer Bläser (Anja Koch und Marco Lichtenthäler, Oboe, sowie Lukas Krämer und Lauritz Stötzel, Horn) die „ Suite im alten Stil“ von Alfred Schnittke aufführte. Dem Orchester bereitete es ungeheuren Spaß, diese in Anlehnung an die Barockmusik komponierten, aber sehr eigenwillig gestalteten und in der Harmonik zuweilen neuzeitlich fremd klingenden Tanzsätze zu musizieren. Diese ganz spezielle musikalische Ausdrucksweise von Schnittke, welche der Dirigent  Valid Agayev mit seinem Orchester sehr eindrücklich herauszuarbeiten wusste, erntete großes Interesse beim Publikum und wurde mit begeistertem Applaus belohnt.

Das Konzert schloss mit der „Suite für Strings“ des englischen Komponisten John Rutter, die ein wahres Kleinod für Streichorchester darstellt und von den Musikern des Kammerorchesters mit besonderem Vergnügen und entsprechendem Enthusiasmus gespielt wurde. Besonders gefielen  die einzelnen Themen der von Rutter in seine Musik eingearbeiteten Volkslieder mit einem schwungvollen „ dashing away“ im letzten Satz.

Lang andauernder Beifall des Publikums forderte eine Zugabe, den Col- legno- Marsch D-Dur von W.A. Mozart, der Musiker und Zuhörer gleichermaßen beschwingt und heiter in den Sonntagabend entließ.

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